Höchster Jahresendstand bei Zahl der Bundeswehrsoldaten seit zwölf Jahren
Die Personalstärke der Bundeswehr zum Jahresende hat den höchsten Stand seit zwölf Jahren erreicht. Wie die Streitkräfte am Dienstag mitteilten, lag die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten Ende Dezember bei 184.194. Dies waren gut 3000 mehr als zum Ende des Vorjahres.
Allerdings schwanken die Zahlen von Monat zu Monat immer wieder. So hatte die Personalstärke der Bundeswehr Ende November mit 184.324 etwas höher gelegen als zum Jahresende.
Seit Jahresbeginn sucht die Bundeswehr aktiv mehr junge Menschen, die freiwillig Wehrdienst leisten. Hintergrund sind neue Nato-Vorgaben angesichts der erhöhten Bedrohung durch Russland. Demnach muss Deutschland bis 2035 im Krisen- und Kriegsfall rund 460.000 Soldatinnen und Soldaten bereit stellen können.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will dafür die Personalstärke der Bundeswehr bis 2035 auf rund 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten erhöhen. Zudem soll die Zahl der einsatzbereiten Reservistinnen und Reservisten auf 200.000 steigen und damit mehr als verdoppelt werden.
Um diese Ziele zu erreichen, sieht die ab diesem Jahr geltende Wehrdienst-Reform vor, dass 18-jährige Männer ab Jahrgang 2008 verpflichtend einen Fragebogen ausfüllen und zur Musterung gehen müssen. Die Entscheidung für den Wehrdienst an sich bleibt aber vorerst freiwillig. Für Frauen ist sowohl das Ausfüllen des Fragebogens als auch die Musterung freiwillig.
U.Brunner--NRZ