"Anfang einer langen Reise": Hülkenberg startet mit Audi
Nico Hülkenberg stellt sich auf eine mitunter holprige Debütsaison für das Audi-Werksteam in der Formel 1 ein. "Wir sind am Anfang einer sehr langen Reise", sagte der 38-Jährige dem SID im Rahmen der Präsentation seines neuen Rennwagens in Berlin: "Es wird dieses Jahr auch viele Aufs und Abs geben, es wird bumpy, aber wir sind hier, um es anzupacken. Darauf freue ich mich."
Beim Saisonauftakt am 8. März in Melbourne bestreitet Audi sein erstes Formel-1-Rennen und hat sich große Ziele gesetzt: 2030 will der Rennstall um den WM-Titel fahren. Zwar könne es gerade zu Beginn des Projekts "schwierige Zeiten" und "Rückschläge geben", sagte Hülkenberg, "wichtig ist aber, dass wir gerade am Anfang schnell lernen. Wir wollen Erfolge liefern, es liegt an uns, dafür bin ich hier, dafür sind wir alle hier."
Audi tritt von Beginn an als echtes Werksteam an, baut also sowohl das Auto als auch den Antrieb selbst. Mittelfristig soll das einen Wettbewerbsvorteil bringen, kurzfristig ist es auch eine Herausforderung: Die anderen Hersteller haben mehr Erfahrungen mit ihren Formel-1-Motoren, auch wenn ab diesem Jahr ganz neue Hybridantriebe mit noch stärkerem Elektro-Anteil zum Einsatz kommen.
Als Werksfahrer Teil des Audi-Projekts zu sein, mache ihn "stolz und glücklich", sagte Hülkenberg, der in seine 13. Saison als Stammfahrer in der Königsklasse startet. Auch ein besonderer Druck sei aber "nicht von der Hand zu weisen. Wenn man eine globale Marke ist, dann ist die Aufmerksamkeit eine andere, der Anspruch wird auch ein anderer sein. Dem versuchen wir, gerecht zu werden." Mit dem neuen R26, am Dienstagabend in Berlin enthüllt, wolle das Team sich "entwickeln, konkurrenzfähig sein und Resultate einfahren."
H.Becker--NRZ