Finalniederlage: Deutsche 3x3-Basketballer holen WM-Silber
Gold verpasst, Silber gewonnen: Nach einer glänzenden Turnierleistung sind die deutschen 3x3-Basketballer bei der Weltmeisterschaft knapp am Titel vorbeigeschrammt. Das Quartett mit Denzel Agyeman, Fabian Giessmann, Kevin Bryant und Niklas Kropp musste sich im Finale von Warschau Lettland 15:20 geschlagen geben, durch die erste Niederlage im siebten Turnierspiel reichte es nicht für den ganz großen Wurf. Im Vorjahr hatte das Team des Deutschen Basketball Bundes (DBB) bei WM und EM jeweils das Spiel um Bronze verloren.
Es ist die erste WM-Medaille überhaupt für den DBB, seit der Premiere 2012 hatten es weder Männer noch Frauen aufs Podium geschafft - nun gab es in Polen Silber. Es ist der zweite große Erfolg im 3x3-Bereich nach dem Olympiasieg der Frauen bei den Sommerspielen 2024 in Paris.
Die DBB-Auswahl rauschte auf dem Court vor dem Kultur- und Wissenschaftspalast der Metropole regelrecht durch die Gruppenphase. Gegen Japan (21:15), Neuseeland (19:10), die Niederlande (21:13) und China (22:12) gab es klare Siege, deutlich enger ging es im Viertelfinale gegen Österreich (21:19) und im Halbfinale gegen Frankreich (19:18) zu.
Im Endspiel gegen die Letten, die zuvor Rekordweltmeister Serbien ausgeschaltet hatten (20:19 n.V.), verteidigte das deutsche Team sehr konzentriert und zwang den Gegner immer wieder zu Fouls. Doch es kam zur Wende, Lettland drehte das Spiel und führte erstmals (11:10). Die Führung wechselte nun permanent.
In den letzten drei Minuten reihte sich bei den Deutschen Fehler an Fehler, Tokio-Olympiasieger Lettland zog davon und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Das Frauenteam mit Olympiasiegerin Marie Reichert, Ama Degbeon, Britta Daub und Laura Zolper war am Samstag im Viertelfinale überraschend gegen Aserbaidschan ausgeschieden (16:18) - nach einer makellosen Vorstellung mit vier Siegen in vier Vorrundenspielen.
"Nach der Gruppenphase und der Anfangsphase, war mehr für uns drin. Aber so ist 3x3. Aserbaidschan hat im richtigen Moment seine Würfe getroffen und wir nicht", sagte DBB-Disziplinchef Matthias Weber. Der Titel ging zum vierten Mal an die USA.
T.Zimmer--NRZ