Neue Rheinische Zeitung - Kanada: Ghanaischer Spieler darf wegen Vergewaltigungsverdachts nicht zur WM einreisen

Köln -
Kanada: Ghanaischer Spieler darf wegen Vergewaltigungsverdachts nicht zur WM einreisen
Kanada: Ghanaischer Spieler darf wegen Vergewaltigungsverdachts nicht zur WM einreisen / Foto: © AFP/Archiv

Kanada: Ghanaischer Spieler darf wegen Vergewaltigungsverdachts nicht zur WM einreisen

Kanada hat dem unter Vergewaltigungsverdacht stehenden ghanaischen Fußball-Nationalspieler Thomas Partey die Einreise für seine Teilnahme am ersten Spiel seiner Mannschaft bei der Weltmeisterschaft untersagt. Ein Bundesrichter wies am Dienstag (Ortszeit) einen Einspruch Ghanas gegen eine entsprechende vorherige Entscheidung zurück, wie der kanadische Sender CBC berichtete. Der 32-Jährige darf demnach nicht nach Toronto reisen, wo Ghana am Mittwoch in seinem ersten Spiel dieser WM gegen Panama antritt.

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Gegen Partey soll in Großbritannien im kommenden Jahr ein Urteil in einem Prozess wegen Vergewaltigungen und eines anderen sexuellen Übergriffs fallen. Es geht um die Vorwürfe von vier Frauen. Die Taten sollen sich in den Jahren 2020 bis 2022 ereignet haben, als Partey für den Londoner Club FC Arsenal spielte. Der Fußballer, der mittlerweile beim spanischen Verein Villareal unter Vertrag ist, weist die Vorwürfe zurück.

Der ghanaische Außenminister Sam Okudzeto Ablakwa hatte das Einreiseverbot für Partey als "extrem ungerecht" verurteilt und Partey als "zentrales Mitglied" der Fußball-Nationalmannschaft seines Landes bezeichnet. Die Regierung in Accra sandte demnach eine offizielle Protestnote an die kanadische Regierung.

L.Koch--NRZ